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Geschichte

Lazise liegt an der östlichen Uferseite vom Gardasee. Der Name Lazise stammt vom lateinischen Wort "lacus" und bedeutet übersetzt Ortschaft am See, da der Ort in der Prähistorie  eine Siedlung reich an Pfahlbauten war. Lazise wurde später zum  römischen Dorf, Marktzentrum und im Mittelalter rühmte sich die Stadt einer prestigevollen Burg.  Zwischen  888 und 961, während des ersten Königreichs Italiens vom Kaiser Berengar I. und  Kaiser  Berengar II., stand die „freie Stadt“ unter der direkten Kaiserkontrolle und war keinem Landesherren unterworfen.  Im Jahr 961 fiel Italien in die Hände deutscher Königen:  Barbareninvasionen deutscher Heeren folgten sich über das Etschtal nacheinander und der Gardasee wurde als Belagerungsort gewählt. Mit dem Kaiser Otto von Sachsen  (983)  wurde der Stadt Lazise das Recht zugegeben, Versammlungen zu organisieren und Befestigungen  durchzuführen, und die anerkannten wirtschaftlichen und militärischen Autonomien wurden von den nachkommenden Kaisern erweitert. Zwischen dem XIII. und dem XIV. Jahrhundert stand Lazise unter der Herrschaft der Familie Della Scala, welche die Errichtung von Stadtmauern, einer Burg und einem Binnenhafen förderten. Im Jahr 1405 eroberte Gian Galeazzo Visconti, Herr von Mailand, Lazise, deren Kontrolle von der  Serenissima Republik  kurz danach genommen wurde. Dieses Zeitalter ist durch zahlreiche Belagerungen, Bombardierungen, Verwüstungen und  Plünderungen  gekennzeichnet. Die Treue bewiesen zur Serenissima Republik wurde von der Herrschaft Venedigs mehrmals anerkannt und lobgepriesen. Nach den  Siegen im oberitalienischen Feldzug von 1796/1797 proklamierte Napoleon am 29. Juni 1797 die Cisalpinische Republik, die auch das Gebiet von Verona umfasste. Nach dem Italienischen Reich und dem Wiener Kongress (1815)  begann Österreich ihre Kontrolle auf dem ganzen Gebiet der Regionen Lombardei und Venetien auszuüben und Lazise wurde zum Teil dieses  Reichs.  Auch im Risorgimento spielte die Stadt eine aktive Rolle.  Im 1848 kämpfte  in Pacengo das  Piemonteser Heer gegen die österreichische Armee  unter General Wohlgemuth, der zum Rückzug gezwungen wurde.  In den Hügeln zwischen Pastrengo, Rivoli, Verona und Peschiera kann man noch gut erhaltene österreichische Festungen ersehen.   Erst im Jahr 1866, nach dem dritten Befreiungskrieg, zählte  Lazise noch mal zum Italienischen Reich, danach zur  Republik Italien.



Ultimo aggiornamento: 20.07.11