Die Umgebung Lazise weist die Morphologie typisch für den niedrigen Teil vom Gardasee auf. Ein Hügelamphitheater bildet eine Grenzlinie mit der Veroneser Ebene und erlaubt ein angenehmes mildes Klima im Laufe des ganzen Jahres. Das Gebiet hat sein ursprüngliches Aussehen infolge des massiven menschlichen Eingreifens verloren: die alten Wälder der mediterranischen Vegetation sind durch Felder bebaut mit Weinbergen, Fruchtbäumen und Getreide ersetzt worden.
Die erstreckte Grundfläche bedeckt mit dichten Wäldern hatte zur Errichtung eines Waffenlagers geführt, der in der Scaliger Zeit und in der Serenissima Republik besonders aktiv war: der Rohstoff kam gerade aus der Entforstung der naheliegenden Hügeln. Der Anbau vom Olivenbaum, dessen Oliven ein wertvolles ?l geben, und der von Weinbergen, aus deren Trauben der weltweit berühmte Bardolino Wein hergestellt wird, ist noch heute sehr viel verbreitet.
Der Seeufer hat in den letzten Jahren eine massenhafte Zementifizierung erlebt, auch auf Grund der Durchführung eines wunderschönen Wanderwegs, der ununterbrochen von Lazise über Bardolino, nach Garda bringt. Entlang dieser Seepromenade erheben sich Campingplätze, Hotels und Ferienanlagen. Einige Gebiete sind aber glücklicherweise vom menschlichen Eingreifen unberührt geblieben und haben ihre Rohrvegetation typisch für den niedrigen Teil vom Gardasee und ihre Vogelfauna behalten.
Hervorzuheben ist die Thermalquelle beim Ortsteil Colà, wo das Wasser in 160 m Tiefe bei einer Temperatur von ca. 37 °C entspringt und ist als Wasser mit geringem Mineralgehalt zertifiziert. Diese Thermalquelle umgeben von einer umfangreichen Rasenfläche hat die Eröffnung eines zauberhaften Thermalparks mit in der Mitte die prächtige Villa Miniscalchi oder Villa die Cedri ermöglicht.